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Vermenschlichung der Drachen - Druckversion

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Vermenschlichung der Drachen - Terminator - 04-16-2017

Wir haben das Thema schon irgendwo früher andiskutiert. Wie sich herausgestellt hat, ist die "Vermenschlichung"  der Drachen das Ziel und die Lösung in Nr. 9. So soll die Gleichberechtigung aussehen?

Es geht in China los, wo die Drachenkinder mit den Menschenkindern zusammen zur Schule gehen. Was sollten sie dort wohl lernen, Menschenkultur natürlich. In Nr. 9 nimmt es noch einmal bizarre Ausmaße an, als Laurence und Temeraire parallel ein Essen für Mitglieder des Flugkorps geben, um sie damit zu bestechen (wobei die Idee, jemanden mit Essen zu ködern eher auf tierische Instinkte bei den Menschen weist als auf menschliche Kultur bei den Drachen). Auch die Geschichte mit dem schmutzigen Pavillon und Perscitias mickrigem, nicht repräsentablen Pavillon gehört in den Bereich Vermenschlichung. Statt von Pavillons könnten wir hier auch von Autos z.B. reden. Das ist keine Gleichberechtigung, das ist Assimilation total. Außerdem glaube ich nicht, dass Gleichberechtigung von Drachen und Menschen überhaupt möglich ist. Merkwürdig, dass die Menschen weiterhin von "Tieren" reden - sie könnten auch "Drachen" sagen. Einige dieser "Tiere" sitzen nämlich neuerdings im Parlament.

Wenn man es auf die Spitze treibt, findet man einen Oblomov, der wie sein Verwalter Gontscharov Chalat und Bommelpantoffel trägt. (in DT)

Ich denke nicht, dass das der Weg ist. Ich hoffe, dass nach Nr. 9 die Drachen rebellieren und ihr angelerntes menschliches Verhalten endlich über Bord werfen. Damit sie sich auf ihre eigene Kultur besinnen, auf ihre Sprache, ihre Gesänge und Tänze, auf das, was sie von den Menschen unterscheidet.

Ich bin ziemlich froh, dass ich diesen Aufstand nicht miterleben muss! Confused


RE: Vermenschlichung der Drachen - Lady Kiyomizu - 04-17-2017

Das mit der Sprache wurde in irgendeinem anderen Band schonmal gesagt, wo Temeraire meint, die Drachen sollten ihre eigene Sprache haben, um ihre Unabhängigkeit zum Ausdruck zu bringen. Und Laurence antwortet, dass das eher kontraproduktiv wäre, was die Anerkennung durch die Menschen angeht, und dass die dann wieder das Gefühl hätten, mit Unzivilisierten zu sprechen.
Ist halt so Termi, war auch bei der Christianisierung so, bei der Eroberung Afrikas und Amerikas. Oder bei Menschen und Affen: der genetische Unterschied ist so gering wie bei Haustierarten bspw Hunden. Trotzdem hat der Homo eine eigene Gattung bekommen und nicht nur eine Rasse (das ist noch weniger als eine Art, Hunde gehören alle zur selben Art). Und manche regen sich auch fürchtbar auf, wenn man nicht zwischen Menschen und Tieren unterscheidet. Oder schau dir "Avatar" oder andere SpaceCultureClash-Filme an. Der dominanteste gewinnt bzw der mit den besten Waffen.


RE: Vermenschlichung der Drachen - klara - 04-17-2017

Ich weiß gar nicht, was ihr da wieder rumzumeckern habt.
Das ist doch genau der Grund, weshalb die Bände so erfolgreich sind: Der Drache - in der Mythologie mächtig, gefährlich, zerstörerisch etc. etc.-  nun aber domestiziert, als Haustier - nett, erziehbar, dressierbar - und manchmal ein bißchen aufmüpfig, damits nicht gar so langweilig wird. Cool


RE: Vermenschlichung der Drachen - Lady Kiyomizu - 04-20-2017

ich hab da ja auch nichts gegen. Habe ich ja auch geschrieben. Eigentlich hatte ich nur versucht, zu erklären, dass zwei völlig unterschiedliche intelligente Spezies schwerlich nebeneinander existieren können, wenn sie sich nicht einander annähern . Heißt, der absolut unabhängige Fall ist utopisch und bestimmt auch nicht wünschenswert. Dafür müssten die Gruppen auch räumlich getrennt und ohne Kontakt leben. Irgendwie in der Mitte der Antarktis oder im Marianengraben.