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Alte Wörter
#1
erz- (wie in Erzbischof, Erzherzog, Erzfeind etc): bedeutungsverstärkende Vorsilbe, sozusagen ein "viel-sehr-super-Feind" Big Grin. Probleme gibt's nur beim Erzdieb xD

quanteln/quantern: unter der Hand verkaufen, Schwarzmarktware verticken ....hehe.....

Biermörder: jemand, der viel Bier (in kurzer Zeit) vertrinkt. Passt ziemlich gut, das Wort, ich verstehe nicht, warum man das nicht mehr verwendet Wink
Ballistische Experimente mit kristallinem H2O auf dem Areal des Pädagogischen Instituts unterliegen striktester Prohibition!
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#2
Ich hab hier so ein vielbändiges grünes altes Lexikon der deutschen Sprache und habe vor, öfter mal ein paar Entdeckungen, die ich darin gemacht habe, hier zu posten Big Grin Immer wieder interessant^^
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#3
Dass die Wörter so zusammengekommen sind, ist wirklich reiner Zufall Angel ich habe das Lexikon einfach irgendwo aufgeschlagen. Deswegen hier nach Wortstamm zusammengefasst, die Wörter die untereinander im Lexikon standen.

duttenwelk: mit hängender Brust; Duttengretel: Mädchen mit großen Brüsten; Düt: (kosend) Säugling; Duttelwerk: große Brüste

funs: bereit, bereitwillig, geneigt, begierig sein nach (vgl auch Alfons); funseln: verstohlen die hand zu etw bewegen, hin-und herwedeln, leicht über etw fahren; Funsel: Funzel (wird auch heute noch gebraucht), liederliches Mädchen

Gragel: dürrer Zweig, gespreizte Haltung wie bei Astgabeln; gragelig: breitbeinig, ungeschickte/unsichere Bewegung

grafgram: grobgrün, starkfädig (Stoff)

Glumm (n./m.): trübes Wasser, Schlamm

Dwaler: Narr, Dummkopf; dwalicht: albern, unklug, stumpfsinnig
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#4
Kinst: Schrunden an der Hand vom Arbeiten

knostern: kleinere Handarbeiten am/im Haus

kolpern: rülpsen

kolollen: miteinander essen und saufen

krimmen: jmd mit gekrümmten Klauen oÄ schlagen

Knotast: grober/ einfältiger Mensch
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#5
Interessant! (gehört aber vlt auch ins Literaturforum Angel  http://literatursalon.org/ )

"Dutt" sagt man hier immer noch zu einem Haarknoten (Haare hochgesteckt).

Ich hab ein Kleines Lexikon untergegangener Wörter, interessanterweise von einem Herrn Nabil Osman herausgegeben. Das sind Wörter, die seit dem 18. Jahrhundert ausgestorben sind. Zu diesen Wörtern gehört mein Lieblingswort "Selbstdenker". Ich hab stichprobenartig durchgeguckt, aber deine Wörter find ich nicht darin. Es ist typisch für dich, Kiyo, dass du dir die Sachen selbst zusammensuchst. Bekommst auch Sternchen dafür Heart 

Außerdem habe ich noch ein Rotbuch/Schwarzbuch Deutsch mit eher moderneren Wörtern, die man immer weniger benutzt (Bsp: "made in" statt "hergestellt in"). Das Witzige ist, dass die Wortliste vom Rotbuch bis zur Mitte geht. Dann klappt man das Buch um die obere Kante um und hat das Schwarzbuch vor sich. In der Mitte treffen die beiden Bücher aufeinander, die Wörter kopfstehend.

Ich kann noch was anderes Interessantes beisteuern, ausgewanderte Wörter wie "Kaffeeklatsching", "nettoyer au Karcher" = rigorose Maßnahmen einleiten (nach dem Firmennamen "Karcher"), "Kollege" = Sudanesisch/Arabisch für trockene Strohbunde.

Ich sollte wirklich mal ein paar von deinen Wörtern in DT einarbeiten! (falls ich mal dazu komme, weiterzuschreiben).

Ist dein Lexikon ein normales Konversationslexikon und von wann ist es?
Zu viele Noten, Herr Mozart!







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#6
jo, ist ein Lexikon der Gebrüder Grimm, die mal von überall so die Wörter gesammelt haben, die es so im deutschsprachigen Raum gab. Ziemlich viele darin waren auch zu deren Zeit schon ausgestorben, oder wurden schon ziemlich anders geschrieben. Da sind halt Sachen aus mhd Texten dringewesen, genauso wie aus mundartlichen Texten. In den Mundarten hat mehr überlebt, da kann das ein oder andere Wort schon noch vorkommen. Ist von 1839 glaube ich, aber neu gedruckt etwa 1975. Ist anstrengend zu lesen, weil auf GroßundKleinschreibung verzichtet wurde und es eine unangenehme Druckschrift ist und manchmal seltsame INtextsortierung. Aber die haben auch Herkunfts- oder Ausgestorbenheitserklärungen dabei und ich benutze es (außer zur Belustigung) um darin tatsächlich nach Herkünften zu suchen, wie die Vorsilbe Erz- bspw oder ob es einen Unterschied zwischen drohen und dräuen gibt oder so. Manche haben heute natürlich schon wieder andere Namen. Also Dutten klingt verdächtig nach Titten, auch von der Lautwahl Big Grin Und ein Dutt ist nicht dasselbe wie ein Düt ^^
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#7
kyd: völlig

seladon: blassgrün

sumptuös: verschwenderisch

supplizieren: flehentlich bitten

talmin: unecht

exlex: vogelfrei, geächtet

frustan: vergeblich, irrtümlich

fastidiös: widerwärtig, langweilig

ephemer: flüchtig, rasch vorbeigehend
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#8
"frustan" hört sich ja echt nach Frust an.
Und die Definition von Kollege, liebes Termi, find ich echt göttlich Big Grin 
Insgesamt erinnern mich diese Wörter an die Verfilmung von Shakespears "Viel Lärm um Nichts", jedenfalls was die Sprache des Hilfspolizisten betrifft (Michael Keaton in einer echt genialen Rolle!)


https://www.youtube.com/watch?v=BmFu42uv...t&index=13

oder auch:


https://www.youtube.com/watch?v=GMAGpv3G-Qg

der ganze Film. Ist übrigens echt sehenswert. Macht Riesenspass. Im Deutschen sind allerdings die merkwürdigen Wörter von Hilfspolizist Michael Keaton Grimmartiger - wie supplifizieren oder quanteln oder so ... Big Grin
Die größten und unmöglichsten aller Konflikte beruhen immer auf derselben Grundlage: "Du bist doof, nein, du bist doof, nein DU bist doof!" (Jonas Jonasson)
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#9
exlex, ephemer und Dwaler sind genial.
Perfekt um Leute aufzuregen Wink.
«»«»«»«»«»«»«»«»«»«»«»«»


Du bittest mich zu bleiben,
zu ehren, meine Pflicht.
Du sagst, dort herrscht das Dunkel,
bleib hier, hier gibt es Licht.

Du willst mir doch nur helfen,
mich warnen, vorm Gericht.
Ich hab mich bloß vernarrt und
die Freiheit verherrlicht.

Dein Körper sagt Vetrauen.
Hoffnung, sagt dein Gesicht.
Doch ich sehe deine Augen.
"Ich glaube dir nicht."

Ein Zuchtdrache zu einem Wärter, bevor er das Gehege verlässt.
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#10
vexieren (inklusive Vexation und Vexator): kränken, foppen, belästigen (nur noch in der Bedeutung von foppen verwenet (erinnert euch an die Vexierbilder Smile ))

Vidit (n.): Unterschrift des Lehrers unter einer Klassenarbeit

Viebel (pl.): Warzen /Auswüchse

vidieren: ein Dokument prüfen und bescheinigen lassen (bsw Passkontrolle oder Visumkontrolle,)/beglaubigen

Vobis: Zurechtweisung
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