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Lien/Bonaparte
#31
Och, ich mag Lien irgendwie. Besonders nachdem ich mich durch die Shortstory gequält habe. Naja, Geschmackssache. Und ich mochte schon immer eher die Fiesen, wenn sie nur einen plausiblen Grund für ihr destruktives Handeln hatten und dabei nicht übertrieben haben.
Schwarzweißmalerei ist im Fall England vs. Frankreich eh nicht angebracht. Beide handeln so, wie sie handeln, weil sie sich einen Vorteil verschaffen wollen, und wie wir in Band 5 gesehen haben, drehen die Briten auch krumme Dinger. Denkt mal an die Szene, in der Temeraire diesen Französichen Drachen mit einem Schlag tötet und der Kapitän weinend davonrennt, da wurde mir unsere ach so sympathische Hauptfigur auf einmal unheimlich. Temeraire ist immer nur um Laurence Wohl besorgt, die Massen an Soldaten, die durch einen einzelnen Drachen in jeder Schlacht umkommen, interessieren ihn meistens nicht die Bohne. Krieg ist für ihn fast schon ein Spiel, und von einem so philosophisch denkenden Wesen hätte man erwartet, das es sich für die Folgen seines Handelns interessiert oder es bereut.
Nur mal so zum Vergleich: Soldaten in heutigen Krisenherden kommen häufig mit psychischen Problemen oder einem Trauma nach Hause zurück, weil sie auf jemanden schießen mussten oder jemand verletzt wurde. OK, der Vergleich hinkt kräftig, aber irgendwie steckt Logik dahinter. Als Temeraire in Band 2 dieses Kriegsschiff versenkt und 300 Männer ertrinken, beruhigt er sich relativ schnell wieder von seinem schlechten Gewissen.
Dass Lien sich das ersparen will und lieber als General in der Armee Napoleons tätig ist, ist nachvollziehbar.
Mich würde nur mal interessieren, ob sie nach ihrer Aktion am Ende von Band 5 wenigstens einen Hauch von schlechtem Gewissen hatte...
Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer. (Konfuzius) Obs klappt? Wink
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#32
Also bitte,Temeraire ist ein Drache kein Schoßhund,wär ja noch schöner wenn er weinen würde weil er im Krieg Soldaten umbringt :lol:
Das mein ich ja auch stört mich an ihm,für mich ist er fast ein bisschen zu intelligent,macht sich zu viele Gedanken. :roll:
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#33
Ja, du hast schon recht, es herrscht nun einmal Krieg.
Aber trotzdem, ganz so rational ist Temeraires Verhalten trotzdem nicht.
Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer. (Konfuzius) Obs klappt? Wink
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#34
Und kampfluustig ist er auch! Er liebt schlieslich Schlachten Wink
Die einzige wirkliche Magie ist die Liebe
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#35
Ich glaube für Drachen sind die Menschen im Allgemeinen eher unwichtig. Sie haben nur eine kleine Anzahl von Personen, die sie wirklich als ihr "Eigentum" ansehen.

Aperture Science: "We do what we must because we can"
"Dobby has come to warn you, Sir!"
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#36
Simon schrieb:Ich glaube für Drachen sind die Menschen im Allgemeinen eher unwichtig. Sie haben nur eine kleine Anzahl von Personen, die sie wirklich als ihr "Eigentum" ansehen.
Als Eigentum nicht gerade, aber als vollwertigen Partner. Würde ich mal sagen!
Die einzige wirkliche Magie ist die Liebe
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#37
Jaxom schrieb:Och, ich mag Lien irgendwie. Besonders nachdem ich mich durch die Shortstory gequält habe. Naja, Geschmackssache. Und ich mochte schon immer eher die Fiesen, wenn sie nur einen plausiblen Grund für ihr destruktives Handeln hatten und dabei nicht übertrieben haben.
Schwarzweißmalerei ist im Fall England vs. Frankreich eh nicht angebracht. Beide handeln so, wie sie handeln, weil sie sich einen Vorteil verschaffen wollen, und wie wir in Band 5 gesehen haben, drehen die Briten auch krumme Dinger. Denkt mal an die Szene, in der Temeraire diesen Französichen Drachen mit einem Schlag tötet und der Kapitän weinend davonrennt, da wurde mir unsere ach so sympathische Hauptfigur auf einmal unheimlich. Temeraire ist immer nur um Laurence Wohl besorgt, die Massen an Soldaten, die durch einen einzelnen Drachen in jeder Schlacht umkommen, interessieren ihn meistens nicht die Bohne. Krieg ist für ihn fast schon ein Spiel, und von einem so philosophisch denkenden Wesen hätte man erwartet, das es sich für die Folgen seines Handelns interessiert oder es bereut.
Nur mal so zum Vergleich: Soldaten in heutigen Krisenherden kommen häufig mit psychischen Problemen oder einem Trauma nach Hause zurück, weil sie auf jemanden schießen mussten oder jemand verletzt wurde. OK, der Vergleich hinkt kräftig, aber irgendwie steckt Logik dahinter. Als Temeraire in Band 2 dieses Kriegsschiff versenkt und 300 Männer ertrinken, beruhigt er sich relativ schnell wieder von seinem schlechten Gewissen.
Dass Lien sich das ersparen will und lieber als General in der Armee Napoleons tätig ist, ist nachvollziehbar.
Mich würde nur mal interessieren, ob sie nach ihrer Aktion am Ende von Band 5 wenigstens einen Hauch von schlechtem Gewissen hatte...

Das ist, finde ich toll gesagt und ich stimme dir in diesem Punkt vollkommen zu.
Ich war damals auch sehr verwundert über Temeraire.
Ich finde, dass das bei z.B. Eragon(naja, bei saphira auch nicht) und vor allem bei Roran viel besser gemacht ist...
Ein bisschen mehr Mitleid hätte ich irgendwie realistischer gefunden und sei es nur, weil Temeraire daran denkt, wie es wäre, wenn ein viel größerer Drache Laurence einfach fressen würde...
'Ich bin die Eule, die über dieses Forum wacht. Vielleicht nicht immer sichtbar, aber doch immer da."
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#38
Jaxoms Argumente sind sehr stichhaltig und ich denke darüber hat sich NN auch noch nicht all zu viel Gedanken gemacht.
Aber @saphira mann sollte Eragon nicht mit Die Feuerreiter vergleichen! Das währe ungefähr so als ob mann Birnen mit Äpfeln vergleicht Wink
Die einzige wirkliche Magie ist die Liebe
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#39
Da ganze ist schon eine kriegerische Sache. Und dass im Krieg Menschen und Tiere dran glauben müssen - auch klar. Und dass da Mitleid eine schwierige Sache ist - eigentlich auch klar. Aber ich finde im Vergleich zu anderen Fantasy-Büchern hat Mitleid hier doch einen relativ hohen Stellenwert. Und dass es überhaupt einen "Helden" gibt, der sich dafür interessiert, wie es andern geht. Und schließlich ist auch Temeraire ein Drache - und wie NN oft schreibt, sind Drachen (vorallem die männlichen) schon als Schlüpfling ganz schön aggressiv und kampfeslustig. Weibliche offensichtlich auch - siehe Iskierka, die direkt nach dem Schlüpfen schon alle meuchelmorden will. Deshalb wärs schön, wenn ein paar richtig friedliebe Drachen eine größere Rolle spielen würden. z.B. Perscitia - die mag ich auch besonders gern. Wie gehts der eigentlich? Wo ist die abgeblieben? :?: :?:
Die größten und unmöglichsten aller Konflikte beruhen immer auf derselben Grundlage: "Du bist doof, nein, du bist doof, nein DU bist doof!" (Jonas Jonasson)
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#40
Einen friedliebenden Drachen gibt es in Drachentraum, nämlich Kouhei. Obwohl der sich auch verteidigt, wenn es sein muss.
Was Lien betrifft: Ich vermute mal, dass ihre Rachegelüste im 7. Band erledigt sind.
Zu viele Noten, Herr Mozart!







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